Archiv der Kategorie: Digitale Sprachübertragung

TETRA Relais erfolgreich im Testbetrieb

Vergangenes Wochenende konnten die Weinheimer Funkamateure ihr TETRA Relais in den Testbetrieb nehmen. Erfolgreich wurde ein neues Kabel sowie eine neue Kathrein 70cm Antenne installiert. Der TRX ist ein CLEARTONE 5000. Etliche Unterstützer waren vor Ort um die Installation zu begleiten. Insbesondere möchte ich Martin, DM4IM und Daniel, DB2FQ für die Installationsarbeiten an unserem Mast danken. Der endgültige Betrieb wird dem Vorstand zur Anmeldung empfohlen. Ben, DM7ZQ

TETRA

D-Star (Digital Smart Technologies for Amateur Radio)

D-STAR (Digital Smart Technologies for Amateur Radio) ist ein digitaler Übertragungsstandard, mit dem Sprache (Modus DV digital voice) und Daten (Modus DD digital data) über schmalbandige Funkverbindungen übertragen werden können. Dieser Standard wurde zwischen 1999 und 2001 durch den japanischen Amateurfunkverband Japan Amateur Radio League entwickelt.[1]. Auf Anfragen der JARL hatte sich dann nur die Firma ICOM dieses Protokolls angenommen und Relaisfunkstellen, Endgeräte sowie Software auf kommerzieller Basis entwickelt und vertrieben.

Inhaltsverzeichnis

Einsatzmöglichkeiten

Innerhalb eines D-STAR-Netzes kann die Kommunikation auf direktem Wege zwischen den Endgeräten oder auch über Relaisfunkstellen und das Internet erfolgen. Der DD-Modus erfolgt nur über das 23-cm-Band.

Im DV-Modus sind folgende Möglichkeiten implementiert:

  • digitalisierte Sprache mit 2,4 kBit/s plus Vorwärtsfehlerkorrektur (FEC) mit 1,2 kBit/s,
  • Kurztextmeldung parallel zur Sprachübertragung[2],
  • Datenübertragung über den 1,2-kBit/s-Datenkanal parallel zur Sprachübertragung,
  • GPS-Tracking über den 1,2-kBit/s-Datenkanal (allerdings nicht isoliert wie bei APRS, sondern parallel zur Sprachübertragung; reine GPS-Daten über Repeater – insbesondere automatisch – abzusenden ist unerwünscht,[3] da hierdurch die Sprachkommunikation gestört wird;[4] teilweise werden GPS-Aussendungen ohne Sprachanteil unterdrückt),
  • automatisches Routing in Verbindung mit manuellem Roaming,
  • Verlinkung von Relaisfunkstellen untereinander,
  • Verlinkung mittels Konferenzservern,
  • experimentelle Verlinkung mit Echolink und APCO P25 über spezielle Konferenzräume (siehe Abschnitt DCS).

Im DD-Modus sind folgende Möglichkeiten implementiert:

  • 128 kBit/s IP Datenkanal, bei der das Funkgerät und die Relaisfunkstelle im Bridge-Modus arbeiten,
  • jedes IP-basierte Protokoll möglich,
  • Internet-Zugriff (ähnlich WLAN) entsprechend den nationalen Vorschriften.

DMR (Digital Mobile Radio)

Digital Mobile Radio (DMR), zu deutsch: Digitaler Mobilfunk bezeichnet einen Übertragungsstandard für Sprache und Daten in nichtöffentlichen Funknetzen wie zum Beispiel Betriebsfunk. DMR wurde 2006 vom Europäischen Institut für Telekommunikationsnormen (ETSI) als Standard verabschiedet (ETSI EN 300 113 Teil 2).

Technisch bietet DMR Vollduplex-Übertragung und arbeitet mit dem Zeitmultiplex-Verfahren. Bei Datenübertragung wird eine Bruttodatenrate von 9,8 kBit/s erreicht und belegt dabei eine Bandbreite von 12,5 kHz.

Ein konkurrierendes Verfahren ist dPMR[1], das das FDMA-Frequenzmultiplex-Verfahren verwendet und mit einer Bandbreite von 6,25 kHz nur ein Drittel der bisherigen Bandbreite von 20 kHz belegt (ETSI EN 301 166 Teil 2).

Eine spezielle Aktualität erfahren diese beiden Verfahren durch eine Neuregelung der US Federal Communications Commission. Aufgrund eines Mangels an freien Kanälen werden zukünftig in den USA neue Funkanwendungen nur dann genehmigt, wenn sie eine maximale Bandbreite von 6,25 kHz je Sprechweg benutzen. Bei dPMR ist dies genau die Trägerbandbreite, beim DMR mit seinen zwei Zeitschlitzen auf einem 12,5-kHz-Träger spricht man vom 6,25-kHz-Äquivalent. DMR (Digital Mobile Radio) weiterlesen