D-Star (Digital Smart Technologies for Amateur Radio)

http://dl0wh.de/d-star-digital-smart-technologies-for-amateur-radio/

Nutzer-Software

Zur Datenübertragung über den parallel zur Sprache übertragenen Datenkanal gibt es diverse Programme wie

  • D-StarLet (Text-Chat)
  • Dstar Comms PRO (SMS, E-Mail)
  • DStar TV (Standbildübertragung)
  • D-Term[8] (Text-Chat)
  • D-RATS[9] (Text-Chat, Dateiübertragung, Positionsübertragung, E-Mail (u. a. WinLink-Anbindung)).

Infrastruktur-Software

Die Internet-Gateways für D-STAR liefen zunächst nur unter Linux mit einer proprietären Gatewaysoftware des Herstellers ICOM.

Der Gatewaysoftware fehlen jedoch einige Features wie z.B. Konferenzschaltungen, Rufzeichenliste im Internet, etc. Diese Funktionen werden von den Zusatzsoftwarepaketen „DSM“ (D-STAR Monitor) zur webbasierten Aktivitätsanzeige [10] und „dplus“ [11] mit seinen Reflektor-Systemen REFnnn mit virtuellen Konferenzräumen [12] ergänzt. Diese Softwarepakete (closed source) wurden von Funkamateuren geschrieben. Die Ergänzungen fielen jedoch durch Mängel und Probleme im Bereich des Datenschutzes auf.

Nach und nach wurden freie und teilweise freie Software-Lösungen entwickelt. Hier die bekanntesten:

  • ircDDBGateway – aufbauend auf dem ircDDB Netz, aber nicht gleichzusetzen mit diesem, ermöglicht diese Software den Betrieb von Relaisfunkstellen mit der Hardware von ICOM sowie freien Entwicklungen wie z.B. dem DVRPTR Modem Board und den Betrieb eines Hotspot, einer Art Kleinst-Relaisfunkstelle im Simplex-Betrieb. Die Einbindung in das ircDDB Netz ist möglich, aber nicht zwingend notwendig. Es gibt fertige Pakete für Linux und Windows, sowie den Quellcode zum selbst kompilieren.
  • ControlCenter – eine Entwicklung der DVRPTR Entwickler zum Betreiben von Relaisfunkstellen, Hotspots uvm. mit den DVRPTR Boards. Sie läuft unter Windows und das Windows Binary mit Hilfe von Mono auch unter Linux.

Datenschutzrechtliche Bedenken

Die Arbeitsgemeinschaft Zukunft Amateurfunkdienst hat eine Erklärung veröffentlicht, die im Funk-Telegramm 8/2009 wiedergegeben wurde. Man sah es als problematisch an, welche Daten an den Trust-Server in den USA versandt werden:

„Alle Aktionen der D-Star-Relaisbenutzer, wie zum Beispiel das Betätigen der Sendetaste, die Dauer einer Aussendung, sogar der Audiostream selbst, die Positionsdaten und die Verbindungsdaten werden zunächst lokal auf dem Gatewayrechner gespeichert. Danach werden einige Daten auf einen Server in den Vereinigten Staaten übertragen und dort dauerhaft gespeichert: konkret jedes Betätigen der Sendetaste und wer wann wo mit wem gesprochen hat. Wenn man so will, ist dies quasi eine Art von Vorratsdatenspeicherung in den USA für die D-Star-Nutzer weltweit. Nachts werden dann die gesammelten Daten der Audiostreams zu größeren Blöcken zusammengefasst und ebenfalls auf den US-Server hochgeladen.“

Ralph P. Schorn, DC5JQ[13]